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Kurzbeschreibung

Ein Praxisprojekt zur Entwicklung von Handlungsstrategien der Unterstützung und Förderung von Kindern und Familien aus sozial belasteten Lebenslagen in und durch Kindertagesstätten.

Ziel

Ziel des Handlungsprogramms ist es, ausgehend von den Bedarfslagen und Ressourcen der beteiligten Einrichtungen die notwendigen Entwicklungs- und Bildungsbedingungen in der KiTa zu verbessern und fachlich weiter zu entwickeln. Angelegt als Strukturentwicklungs- und Qualifizierungsprogramm werden in zunächst 30 Kindertageseinrichtungen Konzepte zur Förderung und Unterstützung von Bildungs- und Aufwachsensprozessen bei Kindern aus Familien in benachteiligten Lebenslagen entwickelt und erprobt.

Unterstützt werden die beteiligten Einrichtungen durch je eine:n sozialpädagogische Mitarbeiter:in sowie das Kompetenz- und Beratungszentrum beim apfe e.V., insbesondere bei der systematischen Ausgangslagenbeschreibung, der Planung und Durchführung von fundierten Bedarfserhebungen, der Entwicklung von Konzepten und Angeboten sowie deren Umsetzung und Evaluation. Hauptaufgaben und Handlungsformen des Kompetenzzentrums sind:

  • die Aufarbeitung einschlägiger empirischer Informationen und deren Vermittlung in die Praxis der Einrichtungen, bspw. durch Workshops, Informationsmaterialien, Beratungsgespräche;
  • der Aufbau von Wissens- und Kompetenzclustern zu den Themenbereichen des Handlungsprogramms, insbesondere durch die Beobachtung und Aufarbeitung des fachwissenschaftlichen Diskurses (empirische Studien, Konzept-/ Theoriediskussion, Projektdatenbank);
  • die Initiierung und fachlich-wissenschaftliche Begleitung der Konzeptentwicklung und deren praktischer Umsetzung in den Einrichtungen (Praxisforschung und -entwicklung);
  • die Unterstützung von Prozessen der Institutionenentwicklung in den beteiligten Einrichtungen sowie bei den beteiligten Trägern;
  • die Entwicklung, Planung und Durchführung von gegenstands- bzw. problembezogenen Fortbildungsveranstaltungen sowie Erarbeitung von Fortbildungsmaterialien

Zudem zeichnet das Kompetenzzentrum für die Ergebnissicherung, Reflexion, Evaluation und Dokumentation der Programmumsetzung verantwortlich. Im Mittelpunkt stehen diesbezüglich:

  • die Entwicklung und Implementierung wissenschaftlich fundierter Verfahren und Instrumente der Prozessevaluation auf Einrichtungsebene,
  • die Unterstützung und Begleitung der Selbstevaluation in den Einrichtungen sowie
  • die Entwicklung und Umsetzung von Evaluationsverfahren auf der Ebene des Gesamtprozesses.

Im Ergebnis dessen und im Einklang mit der Gesamtzielstellung der Weiterentwicklung des fachlichen und strukturellen Profils des Bereiches Kindertagesbetreuung in Dresden wird die Ableitung bzw. Entwicklung von Verstetigungs- und Übertragbarkeitskonzepten aus den Erfahrungen der 30 beteiligten Einrichtungen angestrebt.

 


Kontakt

Projektleitung  

Annekatrin Lorenz

Tel.: +49 (0)351-469 02 465
E-Mail: annekatrin.lorenz@apfe-institut.de

Silke Stöcker

Tel.: +49 (0)351-469 02 465
E-Mail: Silke.stoecker@apfe-institut.de

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen  

Louise Löwe

Tel.: +49 (0)351-469 02 464
E-Mail: louise.loewe@ehs-dresden.de

Dagmar Michael

Tel.: +49 (0)351-469 02 464
E-Mail: dagmar.michael@ehs-dresden.de

Dana Mühle

Tel.: +49 (0)351-469 02 464
E-Mail: dana.muehle@ehs-dresden.de

Julia Schauer

Tel.: +49 (0)351-469 02 464
E-Mail: julia.schauer@ehs-dresden.de

 

Förderhinweis

Landeshauptstadt Dresden

Aktuelles

Kurzbeschreibung

Im Rahmen des Projektes entwickeln Kitas, Horte und Grundschulen ein gemeinsames Konzept zur Übergangsgestaltung, das den Fokus auf eine guten Rahmen für die Sprachentwicklung und einen sicheren Übergang für Kinder und Familien legt. Herzstück ist ein additives pädagogischen Kleingruppenangebot, welches wechselnd in Kita und Schule durchgeführt wird und die alltagsintegrierte Sprachförderung wirksam ergänzt.

Diese "Sprachräume" sind ein Setting der ungestörten, spielerischen und an den Themen der Kinder orientierten Förderung der Sprach- und Sprechfreude in einem kleinen Rahmen. Die pädagogische und organisatorische Gestaltung dieser Zeiträume obliegt Fachkräften und Lehrkräften aus Kita, Hort und kooperierender Grundschule.

Idealer Weise finden diese "Sprachräume" mehrfach pro Woche in Kleingruppen von 6-8 Kindern statt, moderiert von möglichst gleichbleibenden Pädagog:innen. Die Strukturidee für das Vorhaben kommt aus einem Projekt in Bayern, dem sog. Vorkurs Deutsch 240.

Das Pilotvorhaben verbindet die gezielte individuelle sprachliche Bildung von Vorschulkindern mit der Möglichkeit, Fachkräfte und Räumlichkeiten der weiterführenden Bildungsinsitutionen schon im Vorschuljahr kennenzulernen, und Sicherheit und Beziehungen bei Kindern und Familien für einen gelingenden Übergang aufzubauen.

Aktuelles

Die ersten "Sprachräume-Kinder" sind nun zum Schuljahr 2025/26 in den ersten Klassen der Grundschulen angekommen. In den regelmäßigen Austauschtreffen der beteiligten Pädagog:innen sammeln wir erste Erfahrungen und mögliche Hinweise auf Wirkungen des Projektes. Auf der Ebene der fachlichen Akteure nehmen wir eine hoch motivierte und gewachsene Zusammenarbeit und ein großes Interesse an der Umsetzung des Projektes wahr. Die formative Evaluation des Pilotversuchs erfolgt durch Frau Sehm-Schurig am ehs-Zentrum. Im Sommer fanden in diesem Rahmen Gruppeninterviews statt.

Ausgangslage

Die individuelle Förderung sprachlicher Bildung in Kitas mit einer sehr heterogenen, mehrsprachigen Kinderschaft in überwiegend riskanten Lebenslagen passiert in einem Spannungsfeld: es ist bekannt, wie eine wirksame und entwicklungsförderliche alltagsintegrierte Sprachförderung gelingen könnte und zugleich bieten diese Einrichtungen selten die strukturellen Voraussetzungen dafür. Auch fehlt es bislang an ausgereiften und konkreten Praxiskonzepten für Einrichtungen unter diesen Bedingungsgefügen.

In vielen Kitas wollen engagierte Teams die Herausforderung annehmen und begegnen im Rahmen des langjährig laufenden kommunalen Handlungsprogramms schon länger auf unterschiedliche Weise dieser Thematik. Diese Bemühungen sollen im Rahmen des Versuchs gebündelt, strukturiert und fachlich begleitet werden.

Ziel

Durch den gezielten, systematischen und regelmäßigen Fokus der Sprachräume in den Piloteinrichtungen sollen Sprachfreude und -praxis angeregt werden. Das Ziel dabei ist, alle Kinder zum Sprechen zu ermuntern. Damit soll die (mehr-)sprachliche Entwicklung der Kinder besonders unterstützt werden. Als förderlich wird weiterhin der ungestörte Rahmen, das kontinuierliche, sprachfokussierte Beziehungsangebot und die spielerische Einbettung angesehen.

Durch die regelmäßige fachliche Auseinandersetzung mit entsprechenden Materialien und Gestaltungsmöglichkeiten sowie die fachliche Begleitung der Teams werden auch die Interaktionen im Alltag und das gesamte Angebot der Einrichtung in Bezug auf Sprachbildung weiter qualifiziert.

Die von Kita, kooperierender Grundschule bzw. Hort gemeinsam geleiteten Sprachräume und Vorschulelternabende fördern den Dialog aller am Übergang Beteiligten. Kinder, Eltern und Fachkräfte lernen einander über einen längeren Zeitraum kennen und Sicherheit und Wohlbefinden im Übergang werden befördert.

Im Ergebnis des Pilotversuchs kann ein zum Entwicklungkonzept im Handlungsprogramm "Aufwachsen in sozialer Verantwortung" kompatibles, fundiertes und konkretes Konzept für sprachförderliche Übergangsgestaltung in den Handlungsprogrammkitas entstehen, das aktuelle Forschungsbefunde und regionale Besonderheiten und Kooperationsmöglichkeiten berücksichtigt.

Team

Annekatrin Lorenz (Projektleitung), E-Mail: annekatrin.lorenz@ehs-dresden.de

Dana Mühle, Tel.: 0351-46902465, E-Mail: dana.muehle@ehs-dresden.de

 

Praxispartner

Amt für Kindertagesbetreuung, Strategisches Management Kitas und Horte des Eigenbetrieb für Kindertagesbetreuung LH Dresden, Malwina e.V., VSP e.V., Bürgerhilfe e.V., DKSB

3 Grundschulen in Prohlis, Gorbitz und Johannstadt