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ReGuLa

Verbundprojekt "Neuausrichtung der Regionalen Gesundheitsversorgung durch Community Health Nursing in der Lausitz"
Laufzeit: 07/2025-02/2028

 


Teilprojekt ehs: CHN_Science - Wissenschaftsbasierte Entwicklung von Community Health Nursing sowie Evaluation

Kurzbeschreibung

ReGuLa führt als Modellprojekt erstmals Community Health Nursing (Gemeindegesundheitspflege)  in einer ländlichen Region Deutschlands ein. Das Konzept dient der Verbesserung der interprofessionellen Primärversorgung der Menschen im Ortsteil Schwarze Pumpe der Gemeinde Spremberg in der Niederlausitz (Brandenburg). Auch Prävention und Gesundheitsförderung sollen gestärkt werden. Besonders im Fokus stehen dabei Personen, die chronisch krank, von chronischer Krankheit bedroht, multimorbid erkrankt oder von Hilfe- und Pflegebedürftigkeit betroffen sind.
ReGuLa entwickelt hierzu beispielhafte Konzepte, Vorgehensweisen und Instrumente für Community Health Nursing, die über den konkreten Ort hinaus anwendbar sein werden.

"CHN_Science", das Teilprojekt der ehs, unterstützt einerseits die vor Ort praktisch tätigen Community Health Nurses durch wissenschaftliche Recherchen, Datenerhebungen, Auswertungen, Instrumentenentwicklung sowie z.B. auch Methoden der gemeindebezogenen Gesundheitsförderung und Prävention. Es dient gleichsam auch als Resonanzboden und Fachberatung für die in der Versorgungspraxis alltäglich eingebundenen Fachpersonen.
Andererseits dokumentiert es den Implementierungsprozess und bewertet ihn (formative Evaluation) und ermittelt, ob die angestrebten Effekte erreicht wurden (summative Evaluation).

Aktuelles

Expertengremium im Projekt ReGuLa setzt wichtige Impulse für die weitere Projektarbeit - Fachlicher Austausch zu interprofessioneller Zusammenarbeit, Community Health Nursing und Outcome-Analyse

 

Am 16. September 2026 fand das Treffen des Expertengremiums im Verbundvorhaben ReGuLa statt. 

Im Mittelpunkt des Treffens stand der fachliche Austausch zum aktuellen Projektstand. Ziel war es, bestehende Projektinhalte aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven zu reflektieren, neue Impulse aufzunehmen und zentrale Fragen für die weitere Arbeit im Verbund zu diskutieren.

Nach der Vorstellung des aktuellen Projektstands wurden die Themen in einem gemeinsamen World-Café vertieft. Dabei standen drei zentrale Fragestellungen im Fokus:

  • Interprofessionelle Zusammenarbeit: Welche Kontextbedingungen sind für eine gelingende und umsetzbare interprofessionelle Zusammenarbeit in der primären Gesundheitsversorgung relevant?
  • Community Health Nursing: Mit welchen Methoden kann Community Health Nursing (CHN) etabliert und die Akzeptanz bei Bürgerinnen und Bürgern gefördert werden?
  • Outcome-Analyse: Welche Parameter sind für eine aussagekräftige und zielgerichtete Analyse der Projektergebnisse relevant?

Die Diskussionen machten deutlich, wie wichtig der Austausch unterschiedlicher fachlicher Perspektiven für die Weiterentwicklung des Projekts ist. Das Expertengremium brachte zahlreiche Anregungen, neue Blickwinkel und konkrete Impulse ein, die in die weitere Projektarbeit einfließen werden.

Am Treffen nahmen u.a. Desirée Steinborn (Netzwerk Gesunde-Lausitz), Andrea Stewig-Nitschke, Prof. Bernd Reuschenbach, Dr. Michael Meyer (Deutsche Gesellschaft für Integrierte Versorgung im Gesundheitswesen e. V.), Prof. Dr. Michael Krisch, Robert Bitterlich, Sonja Laag, Martin Radestock, Melanie Jordan, Jule Brudzinski und Andrea Müller-Roigk teil.

Das Expertengremium hat damit einen wichtigen Beitrag geleistet, um die weitere Arbeit im Verbundvorhaben ReGuLa fachlich zu schärfen und neue Perspektiven für die kommenden Projektschritte zu eröffnen.

Forschung zum Frühstück: „Community Health Nursing - ist das nicht eigentlich das, was die Schwester Agnes gemacht hat?"

In unserer Social media-Reihe "Forschung zum Frühstück" ist am 27.05.26 eine Folge zum Projekt ReGuLa mit dem Titel „Community Health Nursing - ist das nicht eigentlich das, was die Schwester Agnes gemacht hat?" erschienen.

Schauen Sie gern mal rein!

Am 26.06.26 stellte ReGuLa seine Arbeit bei der Langen Nacht der Wissenschaften an der ehs vor. 

Berichterstattung

Derzeit befindet sich das Projekt in seiner ersten Phase. Die Vorbereitungen für eine Erhebung von Gesundheitssituation und Bedarfen vor Ort (Community Health Assessment) laufen.

Meldungen der Medizinischen Universität Lausitz - Carl Thiem vom 28.11.25: "Gemeindeschwester im neuen Gewand - Regula-Standort geht an den Start" und 02.12.2025: "Neue Gemeindeschwester startet in Schwarze Pumpe"

Ausgangslage

Die Niederlausitz ist, wie andere ländliche Regionen, stark durch die demographische Alterung der Bevölkerung, abnehmende Bevölkerungszahlen und den epidemiologischen Wandel hin zu nicht-übertragbaren, chronischen Erkrankungen betroffen. Auch die Herausforderungen durch Veränderungen im Versorgungsangebot zeigen sich, etwa wenn Arztsitze nicht mehr besetzt werden können.
Gleichzeitig ist Deutschland insgesamt durch starke sektorale Abgrenzungen im Gesundheitswesen, starre Aufgabenteilung zwischen den unterschiedlichen Heilberufen sowie eine mangelnde Fokussierung von Prävention und Gesundheitsförderung geprägt. Diese Faktoren erschweren es, flexibel auf die oben genannten Herausforderungen zu reagieren.

Ziel

  • Entwicklung eines für ländliche Regionen in Deutschland angepassten Community Health Assessments sowie Durchführung des Community Health Assessments in Spremberg.
  • Ableitung von Zielen der Prävention und Gesundheitsförderung sowie von interprofessionellen Gesundheitszielen für Familien mit chronisch kranken und / oder pflegebedürftigen Mitgliedern.
  • Durchführung von gemeindebezogenen Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung.
  • Ergänzung der Primärversorgungsangebote um anlassbezogene sowie routinemäßige Hausbesuche.
  • Einzelberatungsangebote.
  • Stärkung des interprofessionellen Krankheitsmanagements für Menschen mit chronischen Erkrankungen im Rahmen der Primärversorgung.
  • Dokumentation der Implementierung sowie der CHN-Praxis.
  • Dokumentation und Bewertung der erzielten Outcomes.

Forschungsdesign

Für die Entwicklung und Implementierung von Community Health Nursing vor Ort kommt eine Vielzahl partizipativer Methoden zum Einsatz.

Die Evaluation bedient sich eines Mixed-Methods-Ansatzes.

Team ehs

Prof. Dr. rer. cur. Thomas Fischer, MPH (Projektleitung)
Tel.: +49 351 46902-377
E-Mail: Thomas.Fischer@ehs-dresden.de
Melanie Jordan (wissenschaftliche Mitarbeiterin)
Tel.: +49 351 - 46902 - 561
E-Mail: melanie.jordan@ehs-dresden.de
Juliane Schilling (wissenschaftliche Mitarbeiterin)
Tel.: +49 351 - 46902 - 560
E-Mail: juliane.schilling@ehs-dresden.de
Vivienne Schramm (wissenschaftliche Mitarbeiterin)
Tel.: +49 351 - 46902 - 562
E-Mail: vivienne.schramm@ehs-dresden.de

Projektpartner

Verbundkoordinator:
Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem

 

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie auf der Projektseite des Netzwerks Gesunde-Lausitz.

 

Finanzierung

Förderkennzeichen: 03WIR6514C