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"Vom Ingenieursstudium in die Altenpflege."

Elvis Fennert

Abschlussjahr:

2019 & 2023

 

Studiengang:

Pflegemanagement/- wissenschaft (B.Sc.) &
Sozialmanagement (MBA | berufsbegleitend)

 

heutige Position:

Regionalleitung bei HERA Residenzen Pflege GmbH


Mein Weg zum Studium

Die Entscheidung für das Studium Pflegemanagement und Pflegewissenschaften stand für mich früh fest, auch wenn der Weg dahin nicht geradlinig verlief.

Nach dem Abitur habe ich erfolglos ein Ingenieursstudium begonnen und bin dann über ein Praktikum in die Ausbildung zum Altenpfleger gelangt.

Die Arbeit hat mir Freude gemacht, doch mein festes Ziel blieb es, noch ein Studium erfolgreich abzuschließen. Berufsbegleitende Möglichkeiten in diese Richtung gab es damals allerdings nur wenige.

Zu meinem Masterstudium bin ich eher zufällig gekommen: Ein Kommilitone fragte mich, ob wir nicht gemeinsam Sozialmanagement studieren wollten. Also bewarb ich mich an der EHS. Nachdem ich die Zusage erhalten hatte, sagte ich  im Studierendensekretariat bei Frau Helm zunächst wieder ab, überlegte es mir aber schon nach wenigen Tagen erneut anders. Ihr Kommentar dazu ist mir noch heute im Ohr: „Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln.“ Diese Chance wollte ich mir dann doch nicht entgehen lassen.


Prägende Momente während des Studiums

Besonders die berufspolitischen Momente und Einflüsse bei Herrn Prof. Dr. Thomas Fischer sind mir aus dem Bachelorstudium in Erinnerung geblieben.

Im Masterstudium trug ich bereits als Geschäftsführer die Verantwortung für zwei Pflegedienste.  In meiner neuen Rolle waren mir alle Module auf ihre Weise hilfreich, insbesondere die Module „Wandel von Organisationen” und „Personalmanagement” bei Frau Prof. Dr. Silke Geithner.

In beiden Studiengängen waren für mich der Kontakt und die Gespräche mit den Kommiliton:innen ebenso wertvoll wie die Lehrveranstaltungen selbst. Von diesem Austausch profitiert man enorm.


Meine Arbeit heute

Als Geschäftsführer leite ich mittlerweile drei Pflegedienste und eine Tagespflege. Die Tagespflege haben wir neu eröffnet und dafür ein tolles Team zusammengestellt. Zu sehen, wie gut alles zusammenwirkt, erfüllt mich mit Stolz.

Ich begleite und unterstütze die Pflegedienstleitungen der Pflegedienste und der Tagespflege vor allem in der Anfangszeit: beim Übergang in neue Strukturen, bei den Herausforderungen der Digitalisierung und beim Umsetzen politischer Rahmenbedingungen.


Mein Rat an heutige Studierende

Ich bin mit meinem Werdegang an der ehs eigentlich sehr zufrieden.

Leider haben wir damals erst spät von den Liegestühlen erfahren, die man sich aus dem Keller holen kann. Mit diesen gestalteten sich dann so manche Gruppenarbeit im Hof oder Mittagspause recht angenehm.

Ansonsten ist es vor allem wichtig, miteinander in den Austausch zu gehen und voneinander zu profitieren. Zunächst mit den Kommiliton:innen des eigenen Studiengangs, aber auch im Rahmen des Studium Generale mit denen anderer Studiengänge. Die Hochschule ist ja recht familiär und bietet zahlreiche Gelegenheiten dazu.


Der Wendepunkt

Der Begriff „Wendepunkt” klingt fast ein wenig zu dramatisch.

Ich muss zugeben, dass ich mich durch das Bachelorstudium etwas gequält habe. Es war mir etwas zu breit gefächert und ich hatte nicht das Gefühl, dass es mich wirklich weiterbringt. In diese Zeit fiel auch die Geburt meiner Tochter, und aus gesundheitlichen Gründen war ich ein Semester lang nicht dabei.

Das Masterstudium dagegen passte hervorragend zu mir und meiner Situation. Es hat mir eine enorme Gelassenheit gegeben, nicht aus der Not heraus handeln und entscheiden zu müssen. Auch der Umgang mit schwierigen Entscheidungen fiel mir danach leichter, denn am Ende müssen sie ohnehin getroffen werden.