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Evaluation FamHeb

Evaluation der zwei Fortbildungsmodule  „Familienhebammen“ und „Hebammen beraten Familien" hinsichtlich des spezifischen Kompetenzzuwachses.

Laufzeit: Oktober 2009 bis Dezember 2010


Die Fortbildungsprogramme sollen Hebammen im Hausbesuchsdienst das Erreichen von folgenden Kompetenzzielen ermöglichen:

In Familien mit einem hohem Unterstützungs- und Begleitungsbedarf wirken können: alltagspraktische Unterstützung, Stärkung der Pflege- und Erziehungskompetenz der Eltern, Unterstützung im Beziehungssystem Familie.

Während in der Fortbildung I (Hebammen beraten Familien) das Erkennen von Problemsituationen und das Wissen um adäquate Hilfesystem im Vordergrund als Ziel stehen, geht es in Zusammenhang der aufbauenden Schulung (Familienhebammen) um fachliche Handlungsstrategien bei Kindeswohlgefährdung an der Schnittstelle zu sozialpädagogischen Haltungen und Kompetenzen.                                                                   

Der theoriegestützte Erkenntnisrahmen bezieht Kompetenzmodelle aus der Bildungs- und Berufsforschung (Hartig 2007, Gnahs 2007) ein. Kompetenz wird für den vorliegenden Evaluationszusammenhang als situationsbezogene Fähigkeit verstanden, deren Basis ein Geflecht aus Wahrnehmungs- und Bewertungsmustern bildet. Weitere inhaltliche Dimensionierungen geben bereits etablierte Familienhebammenprogramm in der BRD vor.

Der Prozess der Beachtung und Veränderung von Bewertungsmustern erlangt im vorliegenden Zusammenhang große Bedeutung, geht es doch darum Hebammen für die Arbeit mit sog. „Problemfamilien“ um eine Reflexion, Sensibilisierung und ggf. Veränderung von Wahrnehmungs- und Bedeutungsmustern. (siehe dazu aus system- und kulturanalytischer Perspektive Klatezki 1993, Weick 1979).

In der Bewertung der Fortbildungen in ihrer Konzept-, Prozess- und Ergebnisqualität ist zu beachten, dass diese in zwei weitere Kontexte eingelagert ist. Zum einen ordnet sie sich als Maßnahme in die sozialpolitischen Kontrollpflichten zum Kinderschutz ein. Zum anderen berührt sie das Professionsverständnis der Hebamme und muss ggf. kritisch hinterfragt werden.

Methoden

  • Leitfadengestützte Interviews mit Teilnehmenden der Fortbildung und ExpertInnen
  • Standardisierte Fragebogenerhebung
  • Validierung

 

Kontakt

Johanna Schneider
E-Mail: johanna.schneider@ehs-dresden.de 
Telefon: 0351 - 469 02 68 

Wissenschaftliche Beratung

Prof. Dr. Harald Wagner

Studentische MitarbeiterInnen

Luise Doyé, Dany Hildebrandt, Magdalena Kaiser, Sylvi Sehm-Schurig, Anne Wagner

Kooperation

Lehrforschungsprojekt in Kooperation mit der ehs Dresden/Career Service