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Commoning-Initiativen als "dritte Orte der Stadtgesellschaft" - Podcast "Menschen.Forschen" Folge 11 erschienen

Foto: K. Lohmann

In Folge 11 spricht Theresa Lempp mit Cornelia Fischer darüber,  was wir von Gemeinschaftsgärten, Freirauminitiativen und Stadtteilgesundheitszentren lernen können. 

 

Was haben Gemeinschaftsgärten, offene Werkstätten, Gesundheitskollektive, Nachbarschaftszentren und gemeinschaftliche Wohnformen gemeinsam? Sie können Orte des „Commoning“ sein – Orte, an denen Menschen Ressourcen gemeinsam nutzen, organisieren und über ihre Verwendung entscheiden.

 

In Folge 11 von „Menschen.Forschen“, dem Forschungspodcast der ehs, sprechen wir mit Prof. Theresa Lempp, Professorin für Theorien und Methoden Sozialer Arbeit mit Schwerpunkt Diversität an der ehs. Gemeinsam mit Prof. Constanze Berndt von der TU Dresden untersucht sie, wie Commoning-Initiativen funktionieren, welche Formen des Zusammenlebens und der Selbstorganisation dort entstehen – und welche Bedeutung diese für die Soziale Arbeit haben können.

 

Doch was genau bedeutet Commoning eigentlich? Teresa Lempp erklärt, warum es dabei um mehr geht als um gemeinschaftlich genutzte Ressourcen: Im Mittelpunkt stehen soziale Praktiken, Selbstorganisation und die Frage, wie Menschen gemeinsam über Dinge entscheiden können, die für ihr Leben wichtig sind. Anhand von Beispielen aus Gemeinschaftsgärten, Gesundheitskollektiven und anderen Initiativen geht es um neue Formen des Wirtschaftens, der Versorgung, des Wohnens und des Miteinanders.

 

Die Forschung von Lempp und Berndt ist dabei selbst explorativ angelegt. Ausgehend von Initiativen in Dresden und anderen Städten untersuchen sie, welche Verbindungen zwischen Commoning und Sozialer Arbeit bestehen. Dabei interessiert sie auch die Frage, wie Forschung selbst stärker gemeinschaftlich und partizipativ gestaltet werden kann.

 

Im Gespräch geht es außerdem um die Spannungsfelder, mit denen Commoning-Initiativen umgehen müssen: Wie inklusiv können solche Gemeinschaften sein? Wer darf teilhaben und wer nicht? Wie werden Konflikte gelöst? Und was passiert, wenn selbstorganisierte Projekte auf Förder-, Finanzierungs- und Verwaltungslogiken treffen?

 

Besonders spannend ist der Blick auf die Soziale Arbeit. Welche Rolle kann sie in gemeinschaftlich organisierten Projekten einnehmen? Und könnte sich dadurch auch das professionelle Selbstverständnis verändern – weg von einer rein individualisierenden Hilfe hin zu einer stärker vernetzenden, gemeinschaftlichen und demokratischen Praxis?

 

Eine Folge über gelebte Alternativen, demokratische Aushandlung, soziale Beziehungen und die Frage, wie gesellschaftliche Veränderung im Kleinen beginnen kann.

 

Zu Gast: Prof. Theresa Lempp, Evangelische Hochschule Dresden

Moderation: Cornelia Fischer

Podcast: „Menschen.Forschen – der Forschungspodcast der Evangelischen Hochschule Dresden“

 

"Commoning und Soziale Arbeit" - zur Projekt-Webseite 

 

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