Projekt MILE: Nachwuchsforschungsgruppe auf der TURN26 in Weimar
Wie können Studierende zu aktiven Mitgestaltenden ihrer Lernräume werden?
Wann unterstützt Immersion das Lernen – und wann wird sie zur Überforderung?
Mit diesen Fragen war das Team des Projekts MILE bei der TURN26 in Weimar vertreten.
Die TURN ist eine bundesweite Tagungsreihe zum Lehren und Lernen an Hochschulen. Die TURN26 fand am 24. und 25. September 2026 an der Bauhaus-Universität Weimar unter dem Motto „Experiential TURN – Erfahrungsräume für zukunftsfähiges Lernen“ statt.
Das Projekt MILE – Multimodal Immersive Learning Environments for Healthcare Education beschäftigt sich mit der Entwicklung von Lernumgebungen für die Ausbildung in den Gesundheitsberufen. MILE ist eine von vier Professuren betreute Nachwuchsforschungsgruppe, die von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden koordiniert wird. Sechs Nachwuchsforschende entwickeln am Beispiel des Pflegestudiums hybride Lernumgebungen, die nicht nur digitale Inhalte immersiv und praxisnah darstellen, sondern auch die zwischenmenschliche Interaktion und soziale Dynamik simulieren.
Zwei Beiträge aus dem MILE-Team
Die Nachwuchsforscher:innen Severin Göbel-Groß und Katharina Bellinger stellten in einem Vortrag Erfahrungen aus einem Workshop zur Neugestaltung des Werkstofftechniklabors der HTW Dresden vor. Gemeinsam mit Studierenden wurde mithilfe von Participatory Mapping erprobt, wie Studierende als Expert:innen ihrer eigenen Lernräume in deren Gestaltung einbezogen werden können. Im Fokus des Beitrags standen insbesondere die Erfahrungen aus der Planung und Durchführung des Workshops sowie die Frage, was bei einer nächsten Umsetzung verändert werden könnte.
Mentorin Prof. Nina Weimann-Sandig und Nachwuchsforscherin Saskia Junge widmeten sich in einem Praxisdiskurs den didaktischen Herausforderungen hybrider Simulationslabore. Anhand eines Szenarios aus dem SimLab und erster Erhebungsdaten diskutierten sie mit dem Publikum unter anderem, wie viel Komplexität Lernende bewältigen können, welche Unterstützung und welches Feedback hilfreich sind und wie ein gutes Debriefing zur nachhaltigen Kompetenzentwicklung beitragen kann.
Auch abseits der eigenen Beiträge stand der Austausch im Zeichen der Partizipation: Nina Weimann-Sandig beteiligte sich an einer Live-Podcast-Aufnahme mit offenem Mikrofon. Severin Göbel-Groß nutzte ebenfalls die Gelegenheit, Erfahrungen mit der partizipativen Einbindung von Studierenden in die Lehre zu teilen.
Die TURN26 bot dem MILE-Team damit vielfältige Möglichkeiten, eigene Erfahrungen einzubringen, neue Perspektiven kennenzulernen und Impulse für die weitere Projektarbeit mitzunehmen.

