Dresdner Pflegepreis 2026 geht an Absolventinnen der ehs
Am 27. Oktober 2026 fand der 24. Dresdner Pflegefachtag statt, der von den Dresdner Kliniken veranstaltet wurde. Dort wurde zum zweiten Mal der Dresdner Pflegepreis für herausragende pflegewissenschaftliche Arbeiten verliehen. Der Preis ging in diesem Jahr an Celina Hennig und Nele Hennemann, die in ihrer gemeinsamen Bachelorarbeit „Möglichkeiten und Herausforderungen der Angehörigenintegration auf Intensivstationen“ Faktoren für eine angehörigenfreundliche Einbindung sowie daraus resultierende Strategien untersuchten.
Hennemann und Hennig, beide von der Uniklinik Dresden, haben den Bachelorstudiengang Pflege mit dem Schwerpunkt Praxisentwicklung an der Evangelischen Hochschule Dresden studiert und wurden in ihrer Bachelorarbeit von Prof. Dr. Irén Horváth, Professorin für Praxisentwicklung und Organisation der Pflege an der ehs.
Der Preis soll die Bedeutung von Forschung und Evidenz für die Weiterentwicklung der Pflege würdigen und innovativen Ideen eine Bühne geben.
Die Laudatio hielt Prof. Dr. Thomas Fischer, Professor für Pflegewissenschaft mit Schwerpunkt Altenpflege/Gerontologie und Studiengangleitung der pflegerischen Studiengänge an der ehs. Er hob in seiner Würdigung das große Potenzial für die Verbesserung der Praxis und den hohen Patientennutzen hervor. Dies gab den Ausschlag dafür, dass sich die Jury trotz der ebenfalls hohen bis sehr hohen Qualität der anderen eingereichten Arbeiten für die Auszeichnung dieser Arbeit entschied.
So kommen die Autorinnen zu dem Schluss, dass sich die Einführung verbindlicher Strukturen, etwa Protokolle für proaktive Familiengespräche, flexible Besuchszeitenregelungen und standardisierte Einladungsformate für familienzentrierte Visiten empfehle. Pflegefachpersonen sollten durch gezielte Fortbildungen darin gestärkt werden, Angehörige aktiv einzubeziehen und empathisch zu kommunizieren. Außerdem könne die Implementierung digitaler Anwendungen, wie des elektronischen Intensivtagebuchs, die Beteiligung von Angehörigen auch dann ermöglichen, wenn die physische Anwesenheit eingeschränkt ist. Einige der in der Arbeit herausgearbeiteten Punkte werden nun im Rahmen des Traineeprogramms der Pflege in die Praxis umgesetzt.
Der ebenfalls verliehene Publikumspreis ging an Luise Neubert für die Arbeit „‘Von Anfang an dabei‘ - Hebammenarbeit zur Förderung der Vaterrolle in der Peripartalzeit.“ Frau Neubert hat Hebammenkunde an der TU Dresden studiert.
Herzlichen Glückwunsch an die Preisträgerinnen!




