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Abschiedsvorlesung von Johannes Brock an der ehs Dresden: Emanzipatorische Soziale Arbeit

Mit einer Abschiedsvorlesung am 30. Juni 2026 verabschiedet sich Johannes Brock nach vielen Jahren engagierter Lehr- und Forschungsarbeit aus dem aktiven Hochschuldienst der Evangelischen Hochschule Dresden. Zugleich lädt die ehs Dresden gemeinsam mit ihm zu einem Fachtag ein unter dem Titel:

 

„Emanzipatorische Soziale Arbeit – Gesellschaftliche Gestaltungsfunktion Sozialer Arbeit“

 

Im Mittelpunkt der Abschiedsvorlesung steht der Begriff der „Transition“. Johannes Brock schreibt dazu:

 

„Der Begriff der Transition wird häufig benutzt, um Übergänge im Lebenslauf zu kennzeichnen. Ich möchte ihn nicht für den Übergang in den Ruhestand nutzen, sondern für den Übergang meiner beruflichen Tätigkeit als Sozialarbeiter in der DDR zum Sozialarbeiter im zusammenwachsenden Deutschland. In den Blick kommen dabei 10 Jahre Zwischen-Zeit. Etwa so: DDR 1986. Soziale Bewegungen brechen Strukturen auf. Die Idee einer emanzipatorischen Sozialarbeit wird realistisch und praktisch. Die Praxis ist vorläufig. Unmittelbar. An Personen gebunden. 10 Jahre später, in einer veränderten politischen Landschaft, zeigt sich eine institutionalisierte Soziale Arbeit. Organisiert und legitimiert. Ein neues Kapitel hat begonnen.“

 

Die ehs Dresden nimmt dieses Thema zum Anlass, gemeinsam mit Studierenden, Fachkräften und Interessierten Fragen nach einer emanzipatorischen und solidarischen Praxis Sozialer Arbeit in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu diskutieren.

 

Der Fachtag beginnt um 13:00 Uhr im großen Hörsaal der Evangelischen Hochschule Dresden. Um 16:30 Uhr ermöglicht Johannes Brock mit seiner Abschiedsvorlesung einen Einblick in sein „Archiv Sozialarbeitsgeschichte“. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Der Anmeldling folgt in Kürze.

 

Johannes Brock studierte Sozialarbeit an der Ausbildungsstätte für Gemeindediakonie und Sozialarbeit Potsdam sowie Sozialpädagogik an der TU Dresden. Seine berufliche Praxis führte ihn in unterschiedliche Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit – unter anderem in Streetwork und Mobile Jugendarbeit, in die Gemeinwesenarbeit sowie in verschiedene Bereiche der Jugendhilfe. Seit dem 1. Januar 1995 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der evangelischen Hochschule Dresden tätig.

 

In seiner Lehre verantwortete Johannes Brock unter anderem die Module SAB 4, SAB 17 und BAS 14.4. Seine Lehrveranstaltungen prägten Generationen von Studierenden insbesondere in den Bereichen Kommunikation, Methoden der Sozialen Arbeit, Jugendarbeit, Aufsuchende Arbeit und Sozialraumorientierung. Seine Arbeit war dabei stets eng mit Fragen gesellschaftlicher Teilhabe, solidarischer Praxis und einer emanzipatorischen Sozialen Arbeit verbunden.

 

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