Fachtag "Zwischen Brotdose und Bilderbuch – Mit Kindern Sprache erleben"
Am 29. September 2026 fand der Fachtag "Zwischen Brotdose und Bilderbuch - mit Kindern Sprache erleben" des Sächsischen Landesprogramms „Alltagsintegrierte sprachliche Bildung in der Kindertagesbetreuung“ im Deutschen Hygiene-Museum Dresden statt. Es wurde deutlich: Sprache ist weit mehr als das Erlernen neuer Wörter. Sie schafft Beziehungen, stärkt das Selbstvertrauen und ermöglicht Teilhabe. Und sie braucht mehr als einzelne Förderprogramme.
Staatssekretär Wilfried Kühner betonte, wie wichtig professionelle Unterstützung für die Sprachentwicklung von Kindern ist. Auffällige Befunde bei Schulaufnahmeuntersuchungen sind keine Festlegung über die Zukunft eines Kindes, sondern ein Signal, genauer hinzuschauen.
Dr. Sophie Koch von der Volkssolidarität machte deutlich, wie eng Sprache, Beziehung und Zugehörigkeit miteinander verbunden sind. Auch Kinderarmut und belastende Lebenssituationen müssen wir in der Diskussion um Sprachförderung mitdenken. Mehrsprachigkeit ist dabei kein Hindernis.
Dr. Kathleen Neher vom ehs Zentrum erinnerte daran, dass Kinder ihre Entwicklung aktiv mitgestalten. Fachkräfte brauchen deshalb Vertrauen in ihre pädagogische Expertise, wissenschaftlich fundierte Konzepte und verlässliche Rahmenbedingungen.
In Sachsen ist über viele Jahre viel Expertise in der frühkindlichen Sprachbildung gewachsen. Das Landesprogramm und viele andere Initiativen und Projekte zeigen, wie Wissenschaft, Fachberatung und pädagogische Praxis zusammenwirken können. Damit diese Arbeit langfristig Früchte trägt, braucht es vor allem Verlässlichkeit für die Fachkräfte, die Einrichtungen und nicht zuletzt für die Kinder.
In zahlreichen Workshops vertieften Kita-Fachkräfte, Kita-Leitungen, Sprachmentor:innen, Fachberater:innen und weitere Akteur:innen der frühkindlichen Bildung die Themen des Fachtags. Ob dialogisches Lesen, Mehrsprachigkeit, Humor oder Sprachbildung beim gemeinsamen Essen und Zähneputzen: Im Mittelpunkt standen der Erfahrungsaustausch und neue Impulse für die pädagogische Praxis.
Ein herzliches Dankeschön an Lisa Landeck, Alvia Killenberg und das gesamte Organisationsteam sowie an alle Referent:innen und Teilnehmenden für den wertvollen Austausch

