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Austausch auf Augenhöhe: Politik und Kirche im Dialog an der ehs Dresden

Am 23. Januar 2026 begrüßte die Evangelische Hochschule Dresden (ehs) zahlreiche Gäste aus Politik und Kirche zu einem persönlichen Kennenlernen und offenen Austausch auf dem Campus. Eingeladen waren Amts- und Mandatsträger:innen sowie Mitarbeitende des Sächsischen Landtags, der Ministerien und nachgeordneten Behörden.

 

Vor Ort nahmen unter anderem Martin Dulig, MdL (SPD), Dr. Reichel, MdB (CDU), Prof. Dr. Jörg Scheibe und Ralf Böhme, MdL (BSW), Burkart Pilz (Oberlandeskirchenrat) sowie Christoph Seele (Oberkirchenrat) von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Dr. Daniela Pscheida-Überreiter, Leiterin Katholisches Büro Sachsen sowie Dorthe Beemelmans und Dr. Martin Kuhrau aus dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus teil.

 

Warum dieser Besuch?

 

Die Evangelische Hochschule Dresden ist die einzige Stiftungshochschule im Freistaat Sachsen. Sie wird partnerschaftlich vom Freistaat Sachsen und der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens (EVLKS) getragen und finanziert. Dieses besondere Modell gemeinsamer Verantwortung besteht seit 35 Jahren und verbindet staatliche Bildungsaufgaben mit einem christlich geprägten Werteverständnis.

 

Der Besuch diente dazu, die Hochschule, ihre Profile und ihre gesellschaftliche Wirkung besser kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen: über aktuelle Herausforderungen, politische Rahmenbedingungen und die Rolle der ehs Dresden für die akademische Ausbildung dringend benötigter Fachkräfte in Pflege, Sozialer Arbeit, Kindheitspädagogik und Evangelischer Religions- und Gemeindepädagogik.

 

Der Wert der ehs Dresden für Sachsen

 

In der Vorstellung der Hochschule durch Oberlandeskirchenrat Burkart Pilz und Rektorin Prof. Dr. Silke Geithner wurde deutlich, wofür die ehs Dresden steht: für Bildung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Solidarität, Respekt und Teilhabe prägen Lehre, Forschung und Hochschulalltag. Grundlage ist ein christliches Menschenbild, das den Menschen nicht auf Funktion oder Verwertbarkeit reduziert, sondern ihn als ganzheitliches Wesen versteht.

 

Die Hochschule leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Fachkräfteentwicklung im Freistaat Sachsen – gerade in Zeiten des demografischen Wandels. Die ehs Dresden wächst, ihre Studiengänge sind ausgelastet, die Dropoutquote ist niedrig. Rund 50 Prozent der Studierenden sind First-Generation-Students, viele studieren familienfreundlich und praxisnah. Bildungsbenachteiligung wird so aktiv entgegengewirkt.

 

Ein besonderes Merkmal der ehs Dresden ist die enge Verbindung von Theorie, Praxis und Transfer. Forschung, Weiterbildung und Beratung sind fest im Profil der Hochschule verankert und dienen der kontinuierlichen Qualitätsentwicklung in enger Zusammenarbeit mit Praxispartnern, Trägern und gesellschaftlichen Akteur:innen.

 

Dialog mit Politik und Kirche

 

Im Austausch mit den Gästen wurden zahlreiche Fragen diskutiert: etwa zur Notwendigkeit spezialisierter Studienangebote wie dem Master Kindheitspädagogik, zu Einsatzfeldern und regionaler Verteilung von Absolvent:innen im Bereich Community Health Nursing und zu Erwartungen an Politik und Hochschule.

 

Deutlich wurde: Der kontinuierliche Dialog zwischen Hochschule, Politik und Kirche ist unverzichtbar, um Bedarfe frühzeitig zu erkennen, fachlich zu beraten und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen, der EVLKS und der Hochschule trägt wesentlich zur Qualität und Stabilität der ehs Dresden bei.

 

Praxisnahes Lernen zum Abschluss

 

Den Abschluss des Besuchs bildete ein Rundgang durch das Simulationslabor Pflege, in dem Studierende unter realitätsnahen Bedingungen pflegerische Prozesse erlernen und reflektieren. Hier wurde anschaulich, wie praxisnahes Lernen, fachliche Kompetenz und Haltung miteinander verbunden werden.

 

Die Evangelische Hochschule Dresden bedankt sich bei allen Gästen für ihr Interesse, die offenen Fragen und den konstruktiven Austausch. Solche Begegnungen stärken das gegenseitige Verständnis und bilden eine wichtige Grundlage für die gemeinsame Verantwortung für Bildung, Pflege und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Sachsen.

 

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